Was ist Perspektive und wie zeichne ich sie?

Zeichnen

Wie zeichne ich eine Perspektive ein?

Die Perspektive

Kommen wir nun zur Perspektive. In diesem Artikel werden ich dir erst einmal ein paar grundlegende Dinge über das Thema "Wie zeichne ich eine Perspektive ein?" verraten. Mit diesen Grundlagen kommst du  mit deiner Zeichnung schneller voran.Es kann dir nämlich helfen schon einmal von diesen Dingen gehört zu haben, um deine Bilder zu verbessern. Natürlich ist das nur ein ganz kleiner Einblick in das Thema. In weiteren Artikeln werden ich dir immer mehr Hintergrundwissen zur Perspektive verraten. Die meines Erachtens am Anfang nur verwirren, da dieses Thema sehr komplex ist. Also los geht es...

Mit Perspektive realistische Bilder zeichnen

Realistische gezeichnete Bilder leben von ihrer Tiefe. Es entsteht der Eindruck trotz einer zweidimensionalen Zeichnung das man in das Bild hineingehen oder fassen kann. Diesen Effekt erreichst du wenn du eine von vielen Perspektivtechniken anwendest. Sie helfen dem Auge, beim Betrachten eines Bildes  Größe und Entfernungen einzuschätzen. Es beantwortet z.B. die Frage: Steht das Haus ganz nah und im Hintergrund sind Berge zu sehen, aus denen ein Weg führt, auf dem ein Mensch in weiter Ferne läuft. Das kannst du nur mit Anwendung von Perspektive realistisch zeichnen. 

Einige Zeichner wenden die Perspektive auf ganz natürlichem intuitiven Weg an. Andere bedienen sich z.B. ein Liniarperspektive

Wie immer ist das Licht für uns entscheidend. Unser Auge nimmt das von sichtbaren Objekten reflektierte Licht als eine gerade Linie wahr. Schau dir dazu das obere Bild an. Diese Linien werden später als Fluchtlinien bezeichnet und sind später beim zeichnen tolle Helfer.  Du darfst dir das wie diese Laser zum abmessen vorstellen. Dabei kann die Atmosphäre eine große Rolle spielen. Ist es nebelig können wir natürlich nicht so gut sehen. Die Atmopshäre kann auch die Farben verändern oder optische Täuschungen verursachen. Beide spielen bei der Perspektive ebenfalls eine Rolle so kannst du davon ausgehen, dass blaue Objekte für das Auge immer weiter weg erscheinen wie rote Objekte, oder die Atmosphäre dazu beiträgt, dass wir einfach nicht alles klar und deutlich sehen. An dieser Stelle wollen wir uns aber erstmal nicht mit Farben und Atmospären beschäftigen. Nicht alles auf einmal, sonst steigt ja kein Mensch mehr dadurch. Jetzt soll erst einmal ein Fundament gelegt werden...

Horizont und Fluchtlinien als Fundament der Perspektive

Wie du weißt ist der Horizont dort wo du eine gedachte Linie zwischen Himmel und Erde "sehen" kannst. Er befindet sich auf Augenhöhe! Der Horizont kann sich im Bild  nach oben oder unten verschieben je nachdem aus welcher Höhe du auf das Objekt schaust. Ein kleiner Frosch sieht den Horizont zum Beispiel recht weit unten und kann nicht so weit in unserem zweidimensonalem Bild/Papier sehen. Wogegen ein Vogel den Horizont weiter oben im Bild/ auf dem Papier, sehen würde. Und wie weit der dann schauen kann brauche ich wohl nicht erwähnen, oder?! 😉

Die Augenhöhe zum Objekt das du Zeichnen willst ist entscheidend. Soll der Betrachter das Gefühl bekommen klein zu sein oder groß? Diese Überlegungen können zu ganz spannenden Bildern führen.

Das Foto oben zeigt dir anschaulich wo sich der Horizont, Fluchtpunkt und die Fluchtlinien befinden. Ein Fundament für die Perspektive.  Alle drei können auf Bildern ganz unterschiedlich ausfallen. Also anders angeordnet sein. Es kann mehrere Fluchtpunkte und Fluchtlinien geben oder unterschiedliche Höhen eine Rolle spielen.  Hier ist der Horizont relativ mittig, in einer Einpunktperspektive. Der Fluchtpunkt (das Kreuz) ist ebenfalls mittig auf der Horizontlinie zu finden. Zum Fluchtpunkt laufen die Fluchtlinien oder eben davon weg. Durch diese einfachen drei Linien bekommt der Steg auf dem Bild ein Tiefe und er sieht recht lang aus. Oder?

Zur nächsten Übung:

Wo ist hier der Horizont, Fluchtpunkt und Fluchtlinien angelegt?

Zeichne sie ein oder/und versuche sie auf einem Blatt Papier nachzuzeichnen. Keine Angst es sind nur Linien. 

(Tipp: Ignoriere die senkrechten Linien!!! Du kannst das Bild ausdrucken, oder einfach überlegen wo die Linien hin sollen.)

Perspektive Pier
Als kleiner Tipp: Es gibt mehr wie zwei Fluchtlinien.

Was du an diesem Bild gut erkennen kannst, sind die Planken des Stegs. Sie werden nach hinten immer schmaler und kürzer. Vorne sieht man noch die Maserung der Bretter aber hinten ist es nur noch verwischt. Objekte die also in weiter Entfernung vom Betrachter dargestellt werden sind kleiner wie diejenigen die nah am Auge zu finden sind. Das gilt ebenfalls für die Details. Es ist also unwahrscheinlich das der Hosenknopf des Menschen, aus unserem Beispiel oben im Text, auf dem Weg abgebildet wird. Der Hosenknopf wäre für das menschliche Auge nicht sichtbar, obwohl unser Verstand vielleicht sagt da ist noch was... 

So das war die Einpunktperspektive. Und nun heißt es wieder üben, üben, üben. 

Tipp: Sucht euch Bilder und überlegt wo der Horizont, Fluchtpunkte und Fluchtlinien zu erkennen sind. Nicht verzweifeln wenn ihr sie nicht gleich findet oder etwas komisch ist, das kann damit zusammenhängen das dort z.B. die Zweipunktperspektive angewendet wurde. Dazu in einem späteren Artikel mehr. Außerdem muss man das Auge tatsächlich immer wieder trainieren, diese Dinge bewusst wahrzunehmen. Und wenn ihr Fragen zu dem Thema habt dann einfach in die Kommentare schreiben. Schön dran denken es gibt keine dummen Fragen, wir haben alle mal klein angefangen. 

1 thought on “Was ist Perspektive und wie zeichne ich sie?”

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